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Leserbrief zum FAZ Kommentar von Judith Lembke am 13.05.2026



Im FAZ Artikel „Kinderlos: Deutschland behandelt seinen Nachwuchs, als sei er eine Last“ vom 13. Mai 2026 beschreibt Judith Lembke treffend den wachsenden Wunsch vieler junger Menschen – insbesondere vieler Frauen –, kinderfrei und damit oft auch sorgenfreier zu leben.

Dass dieser Trend in eine Zeit fällt, in der mit 654.000 Geburten und einer Geburtenrate von 1,34 Kindern je Frau die niedrigsten Werte seit 1946 erreicht wurden, ist besorgniserregend.


Natürlich ist diese persönliche Entscheidung zu respektieren. Dennoch darf der Generationenvertrag nicht ausgeblendet werden: Unser Rentensystem funktioniert nur, wenn genügend junge Beitragszahler nachkommen. Wer Kinder großzieht, trägt daher nicht nur private Verantwortung, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

Deshalb erscheint der Gedanke, den bereits der Rentenexperte Wilfrid Schreiber in der Adenauer-Zeit formulierte, weiterhin richtig: Kinderlose sollten stärker an den Kosten des Sozialstaats beteiligt beziehungsweise Eltern bei der Rente bessergestellt werden. Ähnliche Überlegungen vertritt heute auch die Junge Union.


Auch eine liberale Gesellschaft sollte nicht vergessen, dass ihre Zukunft davon abhängt, dass sich genügend Menschen – und letztlich vor allem Frauen als Mütter – für Kinder entscheiden. Kinder sind keine reine Privatsache, sondern nicht nur ein Gewinn für Familien, sondern für die gesamte Gesellschaft. Auch kinderfreie Menschen profitieren später davon, dass kommende Generationen unser Sozialsystem tragen.


Umso wichtiger ist eine Politik, die Familien und insbesondere Mütter stärkt, statt sie zusätzlich zu belasten. Die geplanten Änderungen bei der Ehegattenmitversicherung senden jedoch das falsche Signal.






















 
 
 

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