"Wer betreut unsere Kinder 2030?“


Die Stiftung für Familienwerte fragt nach!


Wir wollen wissen, ob wir in den kommenden Jahren mit einer spürbaren Qualitätsverbesserung der Krippenbetreuung rechnen können. Im Juni 2021 soll uns ein großes Expertenforum mit den Verantwortlichen der Fremdbetreuung darüber Auskunft geben.


Danach werden wir mit Elternverbände, Erzieherinnen, Trägern und Politkern Empfehlungen für eine Reform der Krippenbetreuung, bzw. alternativen Betreuungsformen erarbeiten. Zu dieser Runde sind auch unsere Partner eingeladen


Wer unsere Stiftung für Familienwerte kennt, der weiß, dass es bei all unserem Bemühen, um die Stärkung der Familie geht. Wir sind der festen Überzeugung, dass jeder Mensch einer festen Verankerung in dieser Urzelle der familiären Gemeinschaft bedarf, um ein emotionales Beziehungsgeflecht aufzubauen. Das Bindemittel ist das Erfahren von Liebe, Zuwendung, Vertrauen und das Wissen um Zugehörigkeit. Hier wurzelt Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Optimismus, Empathie, eben alles, was den Menschen als starke Persönlichkeit ausmacht. Wer dies verinnerlicht hat, kann den Irrungen und Wirrungen des Lebens widerstehen.


Durch die Beschäftigung mit der frühkindlichen Entwicklung wissen wir, dass sich die Entwicklung dieses Fundaments hauptsächlich in den ersten drei Lebensjahre des Kindes vollzieht. In dieser Zeit sind die Kinder sehr verletzbar und völlig von der liebevollen, beständigen Pflege und Versorgung durch vertraute Bezugspersonen abhängig.


Hier spielt Geborgenheit als Ergebnis von Zuwendung durch die Eltern bzw. Bezugspersonen eine entscheidende Rolle. Die Entwicklung einer sicheren Bindung bietet die Grundlage Bildungsangebote annehmen zu können. Aber bedauerlicherweise hat sich die Kinderbetreuung in Deutschland in den letzten Jahren frappierend verändert. Auch aufgrund von Beitragsfreiheit wächst die Nachfrage nach Krippenplätzen stetig, für immer längere tägliche Betreuungszeiten von immer jüngeren Kindern. Gleichzeitig schlägt der Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels bei Erzieherinnen ebenso zu wie in vielen anderen Berufen auch.


Gemäß einer von der Bertelsmann-Stiftung beauftragten Studie (August 2020) wurde deutlich, dass bereits jetzt Drei-Viertel aller Kitas den erforderlichen Personalschlüssel für U3-Kinder nicht aufweisen. Der Dauerstress für Erzieherinnen, Eltern und Kinder schlägt sich auf die Entwicklung der nächsten Generation äußerst negativ nieder.


Unser Vorhaben: Durchführung eines Expertenforums mit dem Ziel, öffentlichkeitswirksam Zukunftsperspektiven für die U3-Betreuung zu entwickeln. Aus dem Expertenforum heraus werden klare Empfehlungen für Politik, Träger, Eltern und Unternehmen entwickelt.


Das Expertenforum ist teil des mehrjährigen Programms >Sichere Bindung< Mit diesem Programm machen wir frühzeitig auf eine notwendige Reform der frühkindlichen Betreuung aufmerksam. Das Expertenforum ist dabei in weitere Maßnahmen eingebettet:


1.) Information von Eltern: Mit der Broschüre >Familienbande machen stark< werden Eltern informiert, wie Kinder eine gesunde Bindung erfahren. Diese Broschüre wird seit Ende 2019 deutschlandweit verteilt.





2.) Workshops mit Erzieherinnen: in verschiedenen Landkreisen in Deutschland wird die

Situation in Betreuungseinrichtungen beleuchtet. Der erste Workshop im Landkreis

Bad Kreuznach zeigte frappierende Lücken auf, die wir jetzt schon in der frühen

Kinderbetreuung haben.





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